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Einladung

  • (c) Luca Faccio

FAIR PLAY - FUSSBALL IN WIEN                    
Ein Beitrag zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs


Pressekonferenz: Mittwoch, 11. Juni 2008, 10 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 11. Juni 2008,19 Uhr
durch Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Ausstellungsdauer: 12. - 19. Juni 2008
Kurator: Lucas Gehrmann

Das Museum auf Abruf (MUSA) ergänzt mit der Ausstellung „fair play“  das Angebot für Besucherinnen und Besucher der EURO 2008 in der Bundeshauptstadt um eine innovative Facette. Von 12. bis 19. Juni 2008 wird der Fotokünstler Luca Faccio seine kritisch-verspielten Werke zum runden Leder präsentieren.

Im Mittelpunkt der von Lucas Gehrmann kuratierten Ausstellung steht der Fußball, den der Fotokünstler mit der ihm eigenen Betrachtungsweise in Verbindung zum aktuellen politischen Geschehen stellt.

Nach umfangreichen Reportagen in Krisengebieten in Asien und Afrika ist Luca Faccio wieder in Wien tätig geworden. Die Verschiebung der Aufmerksamkeit von den weltpolitischen Brennpunkten hin zur mitteleuropäischen Stadt stellt allerdings nur scheinbar einen Bruch in seiner Arbeit dar – denn die Vehemenz, mit der Faccio den Mensch in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt, bleibt ungebrochen.

Als Fotograf nimmt er die Perspektive seiner Protagonisten ein: Gemeinsam mit den anderen Mitspielern fokussiert seine Kamera den Ball, hält diesen Moment fest und gibt den BetrachterInnen wiederum die Möglichkeit, die Teilnehmer und das Geschehen zu beobachten – und zwar aus dem Spiel heraus.

Dabei lässt Faccio die Menschen in seinen Bildern immer selbst sprechen: Sie erzählen von ihrem Alltag, ihren Träumen, von Hoffnung und Enttäuschung. Ihre Erzählungen bestehen aber nicht aus Worten, sondern vielmehr aus Gesten und Blicken, welche sie einander – und nicht zuletzt auch der Kamera – zuwerfen; alltägliche Geschichten, die sich mit Worten allein wohl kaum erzählen ließen.

Die Fotografie nimmt damit zwischen den BetrachterInnen und den Protagonisten eine Vermittlerrolle ein – die abgebildete Umgebung liefert dabei die Indizien für den politischen Kontext, der den Rahmen für diese Begegnung festlegt.

Die scheinbare Vertrautheit mit dem Hintergrund der Bilder – den für Wien so charakteristischen Häuserzeilen aus der Gründerzeit – birgt eine zusätzliche Brisanz in sich: Sie steht nämlich im direkten Gegensatz zu weiten Teilen der Vorstadt, die im klassischen Bild Wiens zumeist keinen Platz findet. Luca Faccio lädt die BetrachterInnen seiner Fotografien ein, diesen – oftmals verborgenen – Teil der Bundeshauptstadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zu entdecken.

Die Ausstellung im MUSA zeigt darüber hinaus Faccios Bilder zum Thema Fußball aus Afghanistan, Irak, Iran und Nordkorea.

Faccio ist es ein besonderes Anliegen, Kindern seine Arbeit näher zu bringen. Der Künstler wird selbst Führungen mit Schulklassen anbieten, um diesen einen angemessenen Zugang mit Spaß an der Kunst zu gewähren. 

Einen weiteren Akzent setzt der Künstler Norbert Trummer, der mit seiner Installation  „Film auf Fichtenholz“ das Thema aus der Sicht des Spielbeobachters beleuchtet.

Damit schafft das Museum auf Abruf einen Spagat zwischen kommerziellem EURO-Tohuwabohu und Hochkultur und bietet damit eine harmonische Ausstellung, die Fußball-Fans und –Muffel gleichermaßen lockt.


Link zu Luca Faccio

Pressematerial

Klicken Sie bitte auf den jeweiligen Link, um Texte, Bilder und sonstige Dateien herunter zu laden.

Kooperation

EIKON - Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst bringt einen umfangreichen Hauptbeitrag zu dieser Arbeit von Luca Faccio. Die Ausgabe erscheint am 28. Mai und wird im Rahmen der Vernissage präsentiert.

Pressebilder zum Download

Zum Downloaden und zur Auswahl weiterer Bilder bitten wir Sie auf unseren Download-Server zu klicken. Alle Abbildungen sind zum kostenlosen Abdruck mit dazugehörigen Bildunterschriften und Fotonachweis freigegeben.

© Luca Faccio

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