Am 13. Juli 2017 hat die Kunst- und Kulturszene mit dem Tod der Künstlerin und Landschaftsplanerin Petra Buchegger eine zivilgesellschaftlich verantwortungsvolle und engagierte ProtagonistIn verloren.

Nach dem Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Friedensreich Hundertwasser schuf sich die gebürtige Grazerin Petra Buchegger mit dem Studium der Landschaftsplanung an der BOKU Wien von 1991 bis 1999 erfolgreich ein zweites berufliches Standbein. Mit der ihr gegebenen verbindenden Natürlichkeit und Unaufgeregtheit verstand sie es perfekt, die beiden Felder partizipativ und gegenseitig befruchtend zu bearbeiten. Petra Buchegger verhandelte in ihrer Kunst sowohl die weibliche Genealogie und die Bedeutungsebenen weiblicher Freiheit und Differenz als auch gesellschaftlich konstruierte Rollenanpassungen der Frau. In der Arbeit „Projizierte Frauenbilder“, die von der Kulturabteilung der Stadt Wien – MUSA 1999 angekauft und 2011/2012 im Rahmen der Ausstellung „Beauty Contest“ sowohl im MUSA als auch im ACFNY präsentiert und als Sujet für den Katalog ausgewählt wurde, veranschaulichte die Künstlerin das immense Spannungsverhältnis zwischen gelebter und (zumeist männlich) konstruierter Realität. Auch in ihren letzten Arbeiten sind global gesellschaftliche und kapitalistische Wahrnehmungs- und Wertschätzungsprozesse weiblicher Arbeit ein Hauptthema, das anhand von Alltagsgegenständen und -handlungen dem interessierten Publikum charmant und unaufgeregt vermittelt wird.

 

 

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