MUSA Museum Startgalerie Artothek ist der Name für die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien. Diese Institution umfasst den Präsentationsbereich für Themen- und Personalausstellungen aus der Sammlung, die Startgalerie für junge Wiener Kunstschaffende am Beginn ihrer Karriere sowie die Artothek, welche grafische Arbeiten an Wiener Privatpersonen verleiht. Die Eröffnung erfolgte im Juni 2007.

Das MUSA präsentiert die größte Sammlung ihrer Art in Österreich und umfasst derzeit ca. 40.000 Objekte sämtlicher Kunstsparten von etwa 4.500 KünstlerInnen. Die Werke wurden im Rahmen von Förderankäufen ab 1951 von der Kulturabteilung erworben und bieten einen veritablen Querschnitt durch die Wiener Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte. Nach dem Grundsatz der größtmöglichen stilistischen Breite bei höchstmöglicher Qualität empfiehlt eine hochrangige Jury Wiener KünstlerInnen oder Kunstwerke mit Wien-Bezug zum Ankauf.

Eine Ausstellungsfläche von ca. 600 m2 sowie zeitgemäß ausgestattete Depots ermöglichen ein anspruchsvolles Programm im Sinne der heimischen KünstlerInnenschaft. Auf Basis der Sammlung werden jährlich mehrere Ausstellungen mit Fokus auf die Wiener Szene realisiert. Neben soziokulturellen Themen wie beispielsweise Geschlechterrollen oder Politik bilden auch kunstphänomenologische Aufgabenstellungen die Schwerpunkte der Ausstellungstätigkeit. Umfangreiche Schenkungen bieten ebenfalls Anlass zur Aufarbeitung und Präsentation. Dazu vertiefen Begleitveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen die aktuelle Thematik. Darüber hinaus ist das MUSA Heimstätte des Eyes On – Monat der Fotografie Wien und zeigt jeweils zu diesem Anlass eine internationale Ausstellung zum aktuellen Stand der Fotografie. Auch die Kooperation mit internationalen Institutionen in Form von Ausstellungstausch oder gemeinsamer Planung von Projekten gehört zur Aufgabenstellung des MUSA.

Das MUSA befindet sich in einem Amtshaus der Stadt Wien, das 1916 als einer der ersten Stahlbeton-Bauten unter der Leitung von August Kirstein (Schüler von Friedrich von Schmidt) fertig gestellt wurde. Ursprünglich befand sich hier der Armenkataster der Stadt Wien. 1921 wurden die Räume für die Wiener öffentlichen Küchen (WÖK) adaptiert und behielten als WIGAST bis in die 1990er Jahre ihre Funktion als Selbstbedienungsrestaurant.

Ein 300 m2 großer Innenhof, überspannt von einer freitragenden Glasdecke, bildet den zentralen Ausstellungsraum, variable Wände, die modulartig an die jeweiligen Projekte angepasst werden können, bieten immer wieder interessante Raumsituationen für Ausstellungen und Veranstaltungen.

Für das allseits gelobte architektonische Konzept zeichnet das Team Kiskan Kaufmann Architekten (www.kiskan.com) verantwortlich.

 

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