MUSA ist der Name für die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien. Diese Institution umfasst den Präsentationsbereich für Themenausstellungen aus der Sammlung, die Startgalerie für junge Wiener Kunstschaffende am Beginn ihrer Karriere und die Artothek, die grafische Arbeiten an Wiener Privatpersonen verleiht. Darüber hinaus können in einem eigenen Bereich auch MitarbeiterInnen des Magistrats der Stadt Wien Werke für ihre Arbeitsstelle entlehnen.
Das MUSA präsentiert eine der größten Sammlungen ihrer Art in Österreich und umfasst derzeit 23.000 Objekte sämtlicher Kunstsparten von etwa 4.000 KünstlerInnen. Die Werke wurden im Rahmen von Förderankäufen ab 1951 von der Kulturabteilung erworben und bieten einen veritablen Querschnitt durch die Wiener Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte. Nach dem Grundsatz der größtmöglichen stilistischen Breite bei höchstmöglicher Qualität empfiehlt eine hochrangige Jury jährlich etwa 100 KünstlerInnen zum Ankauf.
Mit steigender Bedeutung der Sammlung gingen der Wunsch und die Verantwortung einher, die erworbenen Arbeiten den BürgerInnen näher zu bringen und gleichzeitig die KünstlerInnen zu fördern. Denn eine Kunstsammlung lebt nur, wenn sie auch öffentlich wahrgenommen wird.
Mit einer Ausstellungsfläche von ca. 600 m2 sowie zeitgemäß ausgestatteten Depots (ca. 300 m2) nimmt die Stadt Wien ihre Verantwortung gegenüber der Bildenden Kunst auch in diesem Bereich wahr und ermöglicht damit, ein anspruchsvolles Programm im Sinne der heimischen KünstlerInnenschaft umzusetzen.
Auf Basis der Sammlung werden jährlich drei Themenausstellungen sowie eine Gastausstellung einer vergleichbaren ausländischen Institution verwirklicht. Neben soziokulturellen Themen wie Geschlechterrollen oder Politik bilden auch kunstphänomenologische Aufgabenstellungen die Schwerpunkte der Ausstellungstätigkeit. Zahlreiche Begleitveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen vertiefen die jeweils aktuelle Thematik.
Das MUSA befindet sich in einem Amtshaus der Stadt Wien, das 1916 als einer der ersten Stahlbeton-Bauten unter der Leitung von August Kirstein (Schüler von Friedrich von Schmidt) fertig gestellt wurde. Ursprünglich befanden sich in diesen Räumen der Armenkataster, dessen Auszahlungsschalter und Wartehalle in den heutigen Ausstellungsräumen untergebracht waren. Im Jahr 1921 wurden die Räume für die Wiener öffentlichen Küchen (WÖK) adaptiert und behielten als WIGAST bis in die 90er Jahre ihre Funktion als Selbstbedienungsrestaurant.
Ausgangspunkt für das MUSA war die im April 1991 von Wolfgang Hilger kuratierte Ausstellung Ins Licht gerückt. Ein Museum auf Abruf in der Volkshalle des Rathauses. Das damalige Museum auf Abruf -daher MUSA- war als flexibles Ausstellungskonzept geplant, das an jedem beliebigen Ort präsentiert werden konnte und jederzeit "auf Abruf" bereit stand. Als Präsentationen kaum bekannter Kunst aus Österreich konzipiert, lesen sich die Verzeichnisse der damals teilnehmenden KünstlerInnen aus heutiger Sicht wie das Who-is-Who der etablierten Kunstszene.
Ein 300 m2 großer Innenhof, überspannt von einer freitragenden Glasdecke, bildet den zentralen Ausstellungsraum, in dem Kunstwerke adäquat präsentiert werden. Variable Wände, die modulartig an die jeweiligen Projekte angepasst werden können, bieten immer wieder interessante Raumsituationen für Ausstellungen und Veranstaltungen.
Mit einer Gesamtausstellungsfläche von ca. 600 m2 nimmt die Stadt Wien ihre Verantwortung gegenüber der bildenden Kunst wahr und ermöglicht damit ein anspruchsvolles Programm im Sinne der heimischen KünstlerInnenschaft umzusetzen. Das MUSA verfügt über ein zeitgemäß ausgestattetes Depot zur fachgerechten Lagerung und Konservierung der Kunstwerke im Untergeschoss. Für die Adaption der Räume zeichnet das Team "Kiskan Kaufmann Architekten" (www.kiskan.com) verantwortlich.




